Dr. Wolfgang Porsche

Meine sehr verehrten Damen und Herren, liebe Clubmitglieder,

als mich der Württembergische Automobil Club (WAC) gefragt hat, ob ich ein Grußwort zu diesem Jubiläumsbuch beisteuern könnte, habe ich sofort und gern zugesagt. 125 Jahre WAC. Eine beeindruckende Zahl. Meine herzlichen Glückwünsche zu diesem besonderen Geburtstag! Zwischen dem WAC und Porsche besteht eine lange Verbindung, die von gegenseitiger Wertschätzung geprägt ist. Mein Vater, Ferry Porsche, ist dem Club bereits 1951 direkt bei der Wiedergründung im Kursaal Bad Cannstatt beigetreten. 

Und in der Folge war es daher fast naheliegend, dass in den Räumen des WAC auch einer der ersten Porsche Clubs gegründet wurde. Das war 1953, nur zwei Jahre später. Die Porsche Clubs sind bis heute ein wichtiger Bestandteil der Marke Porsche. Sie bringen die weltweite Porsche-Familie zusammen und stehen für die Identifikation der Menschen mit unseren Sportwagen. 

Diesen außergewöhnlichen Zusammenhalt unter Motorsport-begeisterten spiegelt auch der WAC, bei dem mein Vater immer sehr aktiv war. So hat er 1956 bei der Einweihung des Clubhauses in der Stuttgarter Mörikestraße federführend den Robert-Bosch-Clubraum gestaltet. Ohnehin waren meine Eltern immer wieder gern zu Gast beim WAC. Wir haben einige Geburtstage und Familienfeste in den Clubräumen gefeiert. Ich kann mich noch gut an diese schönen Momente meiner Jugend erinnern. Auch deswegen liegt mir der WAC sehr am Herzen.

Der Württembergische Automobil Club ist ein Ort, an dem Gleichgesinnte zusammenkommen. Wir alle teilen dieselben Leidenschaften: Auto, Motor und vor allem den Rennsport. Weil das so ist, traten auch viele Rennfahrer von Porsche dem Club bei. Große Namen waren hier insbesondere Huschke von Hanstein, Richard von Frankenberg, Paul Ernst Strähle und Eberhard Mahle. Oder auch Hans Herrmann zum Beispiel, der 1970 den ersten Gesamtsieg für Porsche in Le Mans erringen konnte. Er ist noch immer aktives Mitglied. Genauso wie Kurt Ahrens.

Es ist bekannt, dass ich selbst ein leidenschaftlicher Sammler historischer Porsche-Fahrzeuge bin. Diese Liebe zum Automobil verbindet mich mit dem WAC und mit seinen Mitgliedern. Wir alle haben unsere eigenen, ganz persönlichen Geschichten und Momente mit den Fahrzeugen. Und im Austausch über das gemeinsame Hobby entstehen nicht selten neue Kontakte und sogar Freundschaften. 

Häufig schlägt der Club auch die Brücke zwischen Vergangenheit und Zukunft. Ein Beispiel: Im vergangenen Jahr diskutierte der Motorsportstammtisch des WAC die eFuel-Strategie der Porsche AG. Schon daran erkennt man: Die Automobilbranche verändert sich, die Themen sind heute andere als früher und auch der WAC entwickelt sich laufend weiter. Für mich ist sicher: Auch wenn sich unsere Branche verändert, die Bedeutung des WAC bleibt bestehen. Als Ort, an dem Menschen zusammenkommen, die ihre Leidenschaft für das Automobil leben können. 

In diesem Sinne wünsche ich dem Württembergischen Automobil Club für die Zukunft nur das Beste. Auf weitere 125 Jahre voller Autobegeisterung!

Ihr

Dr. Wolfgang Porsche

Dr. Wolfgang Porsche
Aufsichtsratsvorsitzender
der Porsche AG

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