NEWS

Kienle
540 K Spezial-Roadster:
Die Restaurierung

Kienle 540 K Restaurierung

Blecharbeit ist Kunst: Damit am Ende sich alle Teile stimmig fügen, ist eine Menge Expertise n.tig. Besonders die meterlangen, elegant geschwungenen vorderen Kotflügel, die dem Spezial-Roadster so viel Ausdruck verleihen, erfordern in der Anpassung hohes handwerkliches K.nnen. Viele Male werden sie angebaut und für Korrekturen wieder abgenomen.

Planung ist alles, doch ohne Können ist sie nichts: Mit großer Expertise hat KIENLE Automobiltechnik den 1937 gebauten Mercedes-Benz 540 K Spezial-Roadster im geplanten Zeitfenster von zwei Jahren zur einstigen Perfektion zurückgeführt.

Wer heute einen Blick zurückwirft auf die Restaurierung dieses Mercedes-Benz 540 K Spezial-Roadster, den beeindrucken zwei Faktoren sofort: Zum einen, dass dieses komplexe Gebilde aus über 80 Jahre alter Technik heute so selbstverständlich funktioniert wie 1937 – und zum anderen, dass trotz aller Widrigkeiten und Überraschungen, die eine derart umfassende Restaurierung mit sich bringt, die vielen Spezialisten von KIENLE Automobiltechnik am Ende den straffen Zeitplan von zwei Jahren einhalten konnten. Nicht viele Unternehmen schaffen es, das eigentlich Unplanbare wie eine solche Aufgabe so präzise und doch so flexibel zu planen, dass auf den Punkt ein absolut faszinierendes Ergebnis erreicht ist.

Inzwischen ist der Spezial-Roadster bereits auf dem Rückweg zu seinem Besitzer in Südostasien. Von dort war er 2018 nach Heimerdingen geliefert worden, der Startschuss fiel im April. Für einen Laien sah er nicht schlecht aus: Silber lackiert, mit blauem Dach, komplett und ohne große Beschädigungen. Die Tücke steckte, wie meist bei Klassikern, hinter dem schönen Schein im Detail. Vor rund 20 Jahren war der Spezial-Roadster bereits in der Schweiz restauriert worden, allerdings auf die Schnelle und keineswegs nach den hohen Standards, die für Klaus Kienle von Beginn an selbstverständlich für seine Arbeit waren.
Die Überarbeitung damals, so das Fazit, hatte sich auf die Oberflächen beschränkt. Doch bereits die gewählte Lackierung entsprach ebenso wenig dem Originalton wie das Leder, die Spaltmaße stimmten nicht, Chromleisten und andere Teile fehlten. Auch im technischen Bereich hatten sich zahllose Mängel angesammelt. Mit einer Routine, die sich aus großer Erfahrung speist, haben die spezialisierten Abteilungen bei KIENLE Automobiltechnik den Auslieferungszustand wieder hergestellt.

Ein zweiter 540 K, ein Cabriolet A, war übrigens zeitgleich mit dem Spezial-Roadster eingetroffen. Auch er stammt aus der Sammlung des südostasiatischen Sammlers, ist ebenso Erstbesitz und wird 2021 fertiggestellt – eine weitere spannende Geschichte. Wir werden berichten.

Zu den elementar wichtigen Aufgaben jeder Restaurierung zählen Organisation und Management. Nur wenn alle Schritte unter Kontrolle sind, fügen sich die Arbeiten der vielen Gewerke und die zahllosen Kleinteile am Ende zu einem harmoischen und technisch perfekten Ganzen. Die Leitung der Montage lag in den Händen von Rebecca Rietl – ihr erstes Projekt.

Klaus Kienle bespricht mit Karosseriemeister Michael Voelkner Details (oben links). Schritt für Schritt entsteht der 540 K Spezial-Roadster ein zweites Mal – im originalen Farbton Creme, in dem auch der von außen gut sichtbare Rahmen lackiert ist. So, wie es ab Werk war.

Ein Teil des Teams, das den Wiederaufbau dieses 540 K Spezial-Roadster verantwortete (von rechts vorne im Uhrzeigersinn): Bernd Fritz (Motoren), Marvin Kappich, Rebecca Rietl (Zusammenbau), Reinhard Kaun (Sattlerei), Richard Zöllner (Achsen), Lutz Nobis (Sattlerei), Dirk Anders und Frank Hettich (Karosserie).

Text: CHEKANDINO – Agentur für mediale Inhalte 
Fotos: Magali Hauser

Mehr Informationen im Internet unter: www.kienle.com